Schmuckband Rad
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"Ich bin bei euch alle Tage"

Do 5. Mai 2016
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Christi Himmelfahrt

Die Himmelfahrt des auferstandenen Christus gehört zum Urbestand des christlichen Glaubens. Und doch ist das Fest Christi Himmelfahrt, das heute - 40 Tage nach Ostern - gefeiert wird, eine große Herausforderung für die menschliche Vorstellungskraft. In einem Gastbeitrag für katholisch.de erklärt der Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann das Fest und seine große Bedeutung.

Mit dem Fest der Himmelfahrt Jesu Christi hat der moderne Mensch seine liebe Not. Was soll im Zeitalter der Raumfahrt ein solches Festgeheimnis aussagen? Der evangelische Theologe Rudolf Bultmann meinte schon vor siebzig Jahren: "Kein Erwachsener stellt sich Gott als ein oben im Himmel vorhandenes Wesen vor; ja, den 'Himmel' im alten Sinn gibt es gar nicht mehr. Und ebenso wenig gibt es die Hölle, die mythische Unterwelt unterhalb des Bodens, auf dem unsere Füße stehen. Erledigt sind damit die Geschichten, von der Himmel- und Höllenfahrt Christi..."

In der Tat steht man ein wenig verlegen in Jerusalem auf dem Ölberg an der Stelle, an der die versteinerten Fußabdrücke des Herrn als Ort gezeigt werden, von wo er in den Himmel entschwunden sein soll. Aber ist es einfach damit getan, das heutige Fest aufklärerisch zu entsorgen - oder steckt nicht doch Tieferes hinter dem Geheimnis des heutigen Tages?

Die biblischen Autoren waren nicht naiv

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Ein Blick in die Bibel, genauer gesagt in die Apostelgeschichte, warnt uns davor, die biblischen Autoren für allzu naiv zu halten. Von einer Himmelfahrt, in dem Sinn wie wir sie unmittelbar verstehen, ist hier nichts zu lesen. Der Vorgang wird passivisch und reichlich verhüllt dargestellt: Jesus wird vor den Augen der Jünger emporgehoben, er wird in eine Wolke eingehüllt und den Augen der Jünger entzogen.

Zusammenfassend wird gesagt: Er wird in den Himmel aufgenommen. Im Johannesevangelium wird noch ein anderer Begriff für dasselbe verwendet: Christus wird erhöht. Dort sagt Christus selber: "Wenn ich über die Erde erhöht bin, werde ich alle an mich ziehen" (Joh 12,32).

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